Steve Porcaro: Someday/Somehow (2016)

18.09.2022 02:27 (zuletzt bearbeitet: 19.09.2022 08:04)
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#1 Steve Porcaro: Someday/Somehow (2016)
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Ich bin schon lange ein Fan von Steve Porcaro, der in der erfolgsreichsten Phase von Toto, den Sound dieser Band maßgeblich mitgeprägt hat.
Ich gebe zu, dass ich nicht immer auf dem aktuellen Stand bin, was die (relativ) aktuellen Veröffentlichungen der Heroes aus meiner Jugend betrifft.

Umso erstaunter war ich, als ich erfahren habe, dass mein "Held" Steve Porcaro 2016 ein Solo-Album veröffentlicht hat.

Nach mehrmaligem Hören muss ich sagen: Es ist ein Album der Spitzenklasse.
Nein, man kann hier keine Toto-Songs im klassischen Stil erwarten, sondern fein ausgetüfelte Balladen und Midtempo-Songs!

Knapp die Hälfte der Songs werden von Steve selbst vorgetragen, die anderen werden von Gastmusikern, wie z.B. Michael McDonald, Mike Sherwood oder Jamie Kimmett zum Besten gegeben.

Fazit: Ein relativ ruhiges, aber dennoch sehr spannendes Album.

Anspieltips:
Loved By A Fool (ein sehr cooler Song, mit einem der genialsten Gitarrensolos ever)
Back To You (ein relativ schneller Song mit Jeff Porcaro an den Drums) Wahrscheinlich "Ausschußware" bei einem der Toto-Alben..leider völlig zu unrecht.
Face Of A Girl (Eine wundervoll dramatische Ballade, komponiert von Mike Sherwood und Steve Porcaro, vorgetragen von Jamie Kimmett)
She's The One (Eine Powerballade mit Steve Porcaro am Mikro und Steve Lukather an der Gitarre. Kommt dem Toto-Sound auf dem Album am nächsten).

Songwriting und Interpretation: 11 Punkte (von 12)
Klangqualität (CD): 10 Punkte (von 12)


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18.09.2022 08:18
#2 RE: Steve Porcaro: Ready Or Not (2016)
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Ein wirklich ruhiges, besonnenes Album. Aber es heißt: Someday/Somehow. Ansonsten stimme ich Deiner Kritik voll zu.


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18.09.2022 20:13
avatar  VolkeR.
#3 RE: Steve Porcaro: Ready Or Not (2016)
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Du hast vollkommen Recht. Ich hatte davor wohl zu intensiv Lou Gramm gehört!

@Conny
Könntest du den Titel bitte für mich ändern?


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19.09.2022 08:06 (zuletzt bearbeitet: 19.09.2022 08:41)
avatar  Conny
#4 RE: Steve Porcaro: Ready Or Not (2016)
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Habe ich soeben korrigiert!

Hier übrigens meine Punktlegende:
Conny's Punktlegende

Conny

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19.09.2022 15:14
avatar  VolkeR.
#5 RE: Steve Porcaro: Ready Or Not (2016)
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@Conny:

Vielen Dank!


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21.09.2022 14:00 (zuletzt bearbeitet: Gestern 12:13)
avatar  Conny
#6 RE: Steve Porcaro: Someday/Somehow (2016)
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STEVE PORCARO: Someday/Somehow (2016)
Die Rezension
Von Alfons Constroffer

Achtung! Dieses Album muss man sich mehrmals anhören, bevor es so richtig wirkt. Und vor allem abends, Kerzenlicht und ein Glas Rotwein, dann hat man die richtige Atmosphäre.

Steve Porcaro’s erstes Soloalbum ist ein wahres Soloalbum, denn es enthält sehr wenig TOTO- Elemente, obwohl so manche TOTO-Mitstreiter hier mitwirken: Seine Brüder Mike Porcaro am Bass (verstorben am 15. März 2015) und Jeff Porcaro am Schlagzeug (verstorben am 5. August 1992) sowie Steve Lukather an der Gitarre. Einzig dem Song „Back To You“ kann man TOTO- ähnliches nicht abstreiten.

Dieses Album ist meistens sehr leise, langsam und sehr bedächtig. Steve Porcaro spielt unaufdringlich und sehr solide Keyboards, Synthesizer und Piano. Bei sieben Songs singt er, auf den anderen Songs sind Vokal-Asse wie Michael McDonald, Michael Sherwood, Jamie Kimmett und Mabvuto Carpenter die Gastsänger. Andere Studio-Asse wie Marc Bonilla, Lenny Castro, Shannon Forrest u. a. agieren an den Instrumenten, sogar Steve’s Neffe Sam Porcaro gibt sich im Song „Someday Somehow“ am Bass einen Einstand.

Die Songs:

1. Ready Or Not (Steve Porcaro, Michael Sherwood)
Verträumter Popsong mit Orchestralen Abschnitten, mit eingängigen Piano-Thema. Steve singt und spielt Keyboards. Begleitet wird er am Bass von seinen Bruder Mike Porcaro, am Schlagzeug sitzt Shannon Forrest, an der Gitarre zupft Marc Bonilla. Michael Sherwood singt im Hintergrund und Lenny Castro macht die Percussion.

2. Loved By A Fool (Steve Porcaro, Michael Sherwood)
Midtempo-Popsong mit kurzen progressiven Keyboard-Abschnitten. Steve singt und spielt Keyboards, begleitet wird er von Robin DiMaggio am Schlagzeug, Lenny Castro spielt Percussion und Michael Sherwood singt im Hintergrund.

3. Someday Somehow (Steve Porcaro, Michael Sherwood)
Schwebender, sehr langsamer und melancholischer Popsong, erinnert mich ein bisschen an Brian Wilson, wunderschöne Atmosphäre. Der beste Song des Albums! Steve singt und spielt Keyboards. Begleitet wird er von seinem Neffen Sam Porcaro am Bass, an der Gitarre Jimmy Haun, an der Klarinette Don Markese, Lenny Castro und Robin DiMaggio spielen Percussion und Michael Sherwood singt im Hintergrund.

4. Swing Street (Steve Porcaro, Michael Sherwood)
Schöner Midtempo-Soul-Popsong mit kurzen Jazzelementen, gesungen von Michael McDonald. Steve Porcaro beschränkt sich auf die gemächlichen Keyboards, sein Bruder Mike agiert am Bass, Toto-Bandkollege Steve Lukather zusammen mit Jimmy Haun spielen Gitarre, Toss Panos ist am Schlagzeug, Carl Sounders an der Klarinette. Lenny Castro spielt Percussion und Michael Sherwood singt im Hintergrund.

5. She’s So Shy (Steve Porcaro, Michael Sherwood, Jamie Kimmett)
Verträumter, langsamer Lovesong mit Streicher, gesungen von Jamie Kimmett. Steve Porcaro spielt Keyboards und singt im Hintergrund. Sein Bruder Mike spielt Bass, Shannon Forrest ist am Schlagzeug, Marc Bonilla spielt Gitarre. Lenny Castro spielt Percussion und Michael Sherwood singt im Hintergrund.

6 Back To You (Steve Porcaro)
Etwas flotterer Mainstream-Pop-Rocksong, sehr „TOTO“- ähnlich. Steve singt im hohen Bariton-Bereich und spielt Keyboards. Seine Brüder Mike und Jeff begleiten ihn am Bass und Schlagzeug, Don Markese spielt Penny Whistle und Michael Sherwood singt im Hintergrund.

7. Face Of A Girl (Steve Porcaro, Michael Sherwood, Jamie Kimmett)
Dramatischer, langsamer Love-Popsong mit Orchesterbegleitung, gesungen von Jamie Kimmett. Steve beschränkt sich auf die Keyboards und den Hintergrundgesang, sein Bruder Mike spielt Bass und Robin DiMaggio agiert am Schlagzeug. Marc Bonilla spielt Gitarre und Lenny Castro Percussion, Michael Sherwood singt im Hintergrund.

8. To No One (Steve Porcaro, Michael Sherwood)
Leise Gitarren-Streicherballade. Sehr gefühlvoll gesungen von Steve, er wird begleitet von Jimmy Haun an der Akustikgitarre und Michael Sherwood, der im Hintergrund singt.

9. Make Up (Steve Porcaro, Michael Sherwood)
Sehr schöne langsame Synth-Pop-Ballade, gesungen von Michael Sherwood. Die Keyboards und Synth-Effekte spendet Steve, der auch im Hintergrund singt. Sein Bruder Mike spielt Bass, die Gitarre zupft Jimmy Haun. Flöte spielt Don Markese und Percussion Robin DiMaggio.

10. She’s The One (Steve Porcaro, Michael Sherwood)
Kurze, filigrane Rock-Ballade mit TOTO-Elementen, anständig gemacht. Steve singt und spielt die Keyboards, sein TOTO-Bandkollege Steve Lukather Gitarre. Am Schlagzeug trommelt Shannon Forrest, Don Markese bläst die Flöte. Lenny Castro spielt Percussion und Michael Sherwood singt im Hintergrund.

11. Night Of Our Own (Steve Porcaro, Michael Sherwood, Jamie Kimmett)
Sehr schöne Soul-Popballade, gesungen von Michael McDonald. Steve spielt Keyboards und singt im Hintergrund, Steve Lukather spielt Gitarre, Jimmy Haun zupft die Akustikgitarre, den Synthesizer bedient John van Tongeren und Jamie Kimmett singt im Hintergrund.

12. Painting By Numbers (Steve Porcaro, Michael Sherwood, Julius Robinson)
Sehr sanfte Soul-Popballade. Gesungen von Mabvuto Carpenter, Steve spielt die Keyboards und singt im Hintergrund, Steve Lukather agiert an der Gitarre und Lenny Castro spielt zusammen mit Robin DiMaggio Percussion. Im Hintergrund singen Michael Sherwood und Jamie Kimmett.

13. More Than I Can Take (Steve Porcaro)
Anständige Pop-Pianoballade, gespielt und gesungen von Steve. Hier hört man nur Steve’s gefühlvolle, sanfte Baritonstimme und sein solide gespieltes Piano.


Ist dieses Album Steve’s Tribute an seine verstorbenen Brüder Jeff und Mike?
Für mich schon. Auf jeden Fall ist es ein sehr schönes, ruhiges, sanftes und ohne Effekthascherei-Pomp- und neusten Modetrends überladenes Album von Steve Porcaro, der bisher in den vergangenen TOTO-Tagen eigentlich immer nur die 2. Geige spielte. Sei es am Gesang oder an den Keyboards. Hier überzeugt er aber meistens vollends. Zwar gerät sein Gesang nicht immer so absolut kraft- und soulig/rockig wie bei den Gastsängern, aber das schmälert die Qualität dieses Albums nur unwesentlich. Vielmehr wird der melancholische und sanfte Charakter eher gesteigert.


Conny's Punktlegende

Interpretation: 7-10 Punkte (von 12)
Klangqualität: 7-8 Punkte (von 12)

Conny

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